Freitag, 23. August 2019

Bewegung im Betrieb - Aha-Effekte garantiert


Gesundheitsmanagement im Büro
Heute verbinden wir in unserem Blog-Beitrag wieder beide Unternehmensbereiche. Ja, es geht um Sport - genauer gesagt um Bewegung, noch genauer um Wahrnehmung. Nein, hier muss keiner Angst haben, dass er sich kaputt macht.

Körperwahrnehmung und Rückengesundheit


Viele Unternehmen sind sich der Tatsache bewusst, dass nur gesunde Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen langfristig die beste Leistung erbringen. Viele Unternehmen wissen auch, dass es sich bei Leistungen zum betrieblichen Gesundheitsmanagement um wertvolle Investitionen in die wichtigsten Personen, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, nicht um Incentives handelt.
Dabei ist es manchmal gar nicht einfach BGM in das betriebliche Umfeld zu integrieren. Unter Umständen sprechen die Angebote die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht an, oder aber diese fühlen sich in gewisser Weise gezwungen oder genötigt, etwas zu tun, worauf sie vielleicht gar keine Lust haben, auch wenn die Intention des Unternehmens fernab dieser Interpretationsmöglichkeit liegt.

Erfahrungsbericht


Wir haben mit unseren Bewegungsworkshops hier sehr interessante und gute Erfahrungen gemacht. In einem Kurzworkshop, der ganz unkompliziert während der Arbeitszeit erfolgen kann, erfahren die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mehr über sich, die Zusammenhänge zwischen Psyche und Körper und den Ursprung der alltäglichen Beschwerden und Wehwehchen.

Identische Baustellen


Weniger erschrecken als beruhigen soll hierbei die Tatsache, dass die meisten Personen die gleichen Baustellen haben: Halswirbelsäule, unterer Rücken, Fehlhaltungen und die daraus resultierenden Beschwerden, die den (Arbeits-) Alltag durchaus beeinträchtigen können. Dabei spielt das Lebensalter eine geringere Rolle, als man zunächst vermuten würde.

Kein erhobener Zeigefinger


Manchmal liegt uns der Alltag buchstäblich schwer auf den Schultern. Das lässt uns der Körper spüren. Grundsätzlich wüsste man, was man ändern sollte, aber dazu fehlt die Zeit oder auch die Motivation.
Es geht also in keiner Weise darum, mit pädagogisch erhobenem Zeigefinger Ernährungs- und Bewegungstipps von sich zu geben, die jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin bereits kennt. Vielmehr setzen wir in unseren Workshops Ankerpunkte des Denkens und der Achtsamkeit, die sich fast spielerisch in den Alltag integrieren lassen.

Das Zusammenspiel von Kopf und Körper


Die Themen umfassen die Rückengesundheit, die Haltung, die Körperwahrnehmung, das Zusammenspiel von Geist und Körper und führen regelmäßig zu vielen „Aha-Effekten“.
Nicht nur am Tag danach spüren die teilnehmenden Personen tatsächlich schon Veränderungen, was uns immer wieder sehr freut.
Dabei wird außer einer Decke oder einer Yoga-Matte nichts benötigt. Auch können die teilnehmenden Personen direkt danach ihrer Arbeit wieder nachgehen, da die Übungen bewusst so ausgelegt sind, dass keine Person Angst haben muss, für den Rest des Arbeitstages nicht mehr präsentabel zu sein.
In 2 Stunden Aha-Effekte generieren, wieder Freundschaft mit dem eigenen Körper schließen und für den Alltag besser gewappnet sein, das schaffen unsere Bewegungsworkshops. 


Und vielleicht entsteht dann sogar die Lust, mehr als einmal etwas für sich zu tun.

Freitag, 16. August 2019

Yoga und Pilates – zwei Seiten einer Medaille?


Betrachtet man Fotos aus Yoga- und Pilates-Kursen so stellt man sich häufig die Frage, wo denn überhaupt der Unterschied bestehen würde, denn dieser ist rein fototechnisch oft nicht oder nur marginal erkennbar?
Die Übungen ähneln sich, die Posen wirken identisch. Sowohl im Yoga, wie auch in Pilatesstunden soll der Körper mit dem Geist gesteuert werden (ist das nicht eigentlich im Alltag auch so?). Gut.
Entspannung. Atmung. Muskelkräftigung und Rumpfstabilität – auch dafür stehen beide Sportarten.

Ausführung

Oftmals kann man lesen, dass Yoga eher der Entspannung dienen solle und Pilates ein Workout wäre. Meiner bescheidenen Meinung nach ist dies falsch. Wer meint, Yoga würde kein Krafttraining sein, der hat es wohl noch nicht praktiziert. Die Entspannung im Yoga (trotz körperlicher Anstrengung) ist das hohe Ziel, welches man wieder fast ein wenig spirituell betrachten kann (aber nicht muss!).
Sowohl Yoga wie auch Pilates trainieren die Rumpfstabilität, die Körperwahrnehmung, das Zusammenspiel von Atmung und Körperarbeit und verbessern somit die Leistungsfähigkeit wie auch die Körperhaltung und tragen zu einem gesteigerten Wohlbefinden bei.

Herkunft Pilates

Joseph Hubertus Pilates lebte von 1883-1967. Seine Lebensgeschichte ist mehr als interessant, sein Konzept zum ganzheitlichen Körpertraining entwickelte er während er zur Zeit des 1. Weltkriegs in Großbritannien interniert war. Er suchte eine Möglichkeit, sich fit zu halten, auch unter den widrigsten Umständen. Seine Mithäftlinge trainierten mit ihm. 1926 wanderte Pilates in die USA aus und eröffnete in einem Gebäude, in welchem sich auch eine Ballettschule befand, sein Studio. So bemerkten auch Tänzer und Tänzerinnen, dass diese Methode des Trainings positive Auswirkungen hat. (Nebenbei bemerkt, kann man sich so auch erklären, warum man beim Pilates die Wahl hat, alles mit gestreckten oder angezogenen Zehen zu machen, während man beim Yoga eher mit einem geflexten Fuß arbeitet).

Herkunft Yoga

Yoga kommt bekanntlich aus Indien und beschreibt im Grunde viel mehr als nur spezielle Körperübungen. Man sagt, die Übungen (Asanas) wurden entwickelt, um für die Anforderungen einer langen Meditation besser gewappnet zu sein, seien also im Grunde nur ein Nebenprodukt des eigentlichen Ziels. Yoga ganzheitlich und manchmal (für westliche Begriffe) auch zu übertrieben ausgeübt, umfasst die Lebenseinstellung im Allgemeinen und stellt eine spirituelle Lehre dar.

Atemtechnik

Ein wesentlicher Unterschied ist beispielsweise bereits in den anzuwendenden Atemtechniken zu sehen, die für beide Kursarten eine wesentliche Rolle spielen. Im Yoga atmet man durch die Nase ein und durch die Nase aus, beim Pilates versucht man durch die Nase ein und durch den Mund wieder auszuatmen, wobei vor allem bei der Ausatmung der Anspannung der Bauchmuskulatur eine gesonderte Rolle zugeschrieben wird.
Zentraler Begriff der Pilates-Atmung ist das „Powerhouse“ – die Körpermitte: Man versucht bei der Einatmung Brustkorb, Flanken und Bauch zu aktivieren und die Ausatmung mit einer zusätzlichen Anspannung des Bauches zu verstärken. Im Yoga gibt die Atmung mehr den Rhythmus anzustrebender Meditationsruhe an.

Die Matten

Ein Unterschied kann unter Umständen die Matte darstellen, auf welcher man die Übungen ausübt. Während man im Pilates eher mit dickeren Gymnastikmatten arbeitet, die weicher sind und mehr nachgeben, begnügt man sich im Yoga mit sehr dünnen Matten, die die Härte des Bodens kaum dämpfen. Auch hier gehen wir pragmatische Wege, denn bei uns wird auch Pilates auf den dünnen Yoga-Matten ausgeübt. Optional bieten wir Schaumstoffpads an, falls man am Anfang ein wenig Probleme hat, mit den Knien auf dem Boden zu sein.

Die Wiederholungszahl

Der – meiner Meinung nach – größte Unterschied der beiden Sportarten ist in der Bewegungsabfolge zu sehen. Während Yoga darauf hintrainiert, Positionen trotz Gemecker des Körpers („das tut weh“ – „das geht nicht“ – „aua“) zu halten und trotz des schreienden Kleinkinds Psyche Ruhe zu bewahren und tiefer zu gehen, arbeitet Pilates eher mit Wiederholungszahlen. Eine Übung wird 8-10 mal je Seite ausgeführt. Der erste Teil der Übung wird mit der Einatmung absolviert, der zweite Teil der Übung mit der Ausatmung. Der Atemrhythmus gibt An- und Entspannung, Bewegung und Gegenbewegung vor.
Im Yoga verharrt man ziemlich häufig in der jeweiligen Position und hält diese für mehrere Atemzüge.

Fazit

Die Erfahrung hat uns bisher gezeigt, dass sehr wenige Personen beide Sportarten mögen. Die Ruhe und Meditation, die geistige Entspannung und das Verharren in den Positionen ist für viele Menschen im Yoga genau das, was sie brauchen. Pilatesliebhaber hingegen ist genau dies ein Graus. Statt innerlich ruhiger zu werden, ist das Aushalten und Verweilen in einer Position ihnen so zuwider, dass während einer Yoga-Stunde auch die Stimmung bis hin zur latenten Aggressivität zu kippen droht.
Eine Sportart sollte immer freiwillig und im Idealfall mit Liebe und Hingabe ausgeübt werden. Insofern ist das für Euch besser, womit Ihr euch eher identifizieren könnt, ob Yoga oder Pilates ist dabei zweitrangig, denn zur Steigerung des eigenen Wohlbefindens eignen sich beide Sportarten.

Samstag, 10. August 2019

Sinnlichkeit und Vorstellungskraft

Attraktivität


Attraktivität (lat. attrahere, an sich ziehen, anziehen‘) ist die Anziehungskraft. Dabei kann man sich von vielen Dingen angezogen fühlen: Humor, Äußerlichkeiten, Güte, Schönheit, Geld, Macht, sozialer Einfluss und vielem mehr. Attraktivität ist zum einem vom persönlichen Geschmack abhängig, zum anderen dem sozialen und gesellschaftlichen Wandel unterworfen. 

Hase und Igel


Versucht man also den gängigen Standards vorgeschriebener Attraktivität nachzukommen, so kann man Glück haben oder aber auch wie in der Fabel von "Hase und Igel" immer etwas zu spät dran sein. Letzteres wird vor allem dann der Fall sein, wenn man sich den angesagten Schönheitsidealen unterwirft. 

Neugier


Attraktivität hat auch immer ewas mit Neugier zu tun. Eine andere Person, eine Gruppe, Menschen oder Lebewesen im Allgemeinen finden es spannend, sich mit der anderen Person, Gruppe, anderen Menschen, Lebewesen im Allgemeinen auseinanderzusetzen. Man muss sich Zeit nehmen und aufgeschlossen sein, den eigenen Gedanken Raum zugestehen und überhaupt auch eigene Gedanken haben. 

Attraktiviät ist, was der Kopf daraus macht


Man hat es also nur bedingt in der Hand, was dem Gegenüber gefällt und was nicht. Das ist gut so.
Es gibt zwar ein paar Punkte, auf die kann man sich halbwegs verlassen, heute gemeinhin zusammengefasst unter dem Aspekt "sex sells", aber sicher kann man sich selbst da nicht sein. Erst die Gedanken, die Phantasie und das Denken des Gegenübers werden zu dem Schluss kommen, dass etwas als "anziehend" empfunden wird, oder nicht. Somit ist klar, dass Attraktivität Zeit benötigt. Wenigstens den kurzen Augenblick, den das Gegenüber benötigt, um für sich entscheiden zu können, ob er oder sie oder es mehr von der anderen Person sehen, hören und wissen möchte, oder nicht.

Fast Food Attraktivität


Zeit ist allerdings im heutigen Miteinander oft Mangelware und so verkommt Attraktivität häufig zum Fast Food Angebot: Schnell und billig und leider häufig auch nicht unbedingt von guter Qualität, man ist schnell übersättigt, ein Völlegefühl bis hin zur Übekeit, konsumiert man zu viel davon, setzt ein und die Nachhaltigkeit des Konsumierten ist sehr gering. 

Bilder und Bilder im Kopf


Persönlich finde ich das Bild der Dame oben sehr attraktiv. Sofort frage ich mich, wie wohl ihr Lächeln ist, ob sie wohl Sommersprossen hat, wie wohl ihre Stimme klingen würde? Ich fühle mich nicht erschlagen von dem Anblick gepushter Oberweite, die die Frage aufkommen lässt, wie wohl der Arsch an den Brustkorb gekommen ist. Der Blick zwischen die Beine wird mir verwehrt, der Po ist bedeckt und dennoch würde ich von dieser schönen Frau gerne mehr wissen. Deswegen habe ich dieses Bild für den heutigen Beitrag gewählt.



Freitag, 2. August 2019

In den Schatten verbannt...

...weil man es nicht sehen will?


In den letzten Wochen stellten immer mehr Anhänger der akrobatischen SPORTART Poledance fest, dass sie in den Schatten verbannt wurden. Nur die eigenen Follower konnten die Inhalte sehen, wenn diese mit bestimmten hashtags versehen waren. Dabei waren beispielsweise hashtags wie #poleexotic erlaubt, #poleartist aber "verboten". Ja genau! Nein, ich habe das NICHT verwechselt.


Mobbing


Wir könnten nun die leider schon ewig währende Diskussion über Sport und die Notwendigkeit kurzer Kleidung wieder aufflammen lassen, wir könnten zum 1000. mal die Vergleiche zu Beachvolleyball heranziehen, erneut um Anerkennung kämpfen. Das tun wir alle nach wie vor und das ist auch richtig so (imho).

Meine Gedanken dazu gehen noch ein wenig darüber hinaus. Was mich daran stört ist vor allem die Sachlage des Mobbings, die hier zutrifft. Ohne wirklich Gründe zu haben oder auf Nachfragen zu antworten, werden Personen von der Teilnahme an der sozialen Interaktion ausgeschlossen. Begründung? Fehlanzeige.

Eigene Betroffenheit


Direkt sind wir nicht betroffen, das ist aber entweder eine Frage der Zeit oder Zufall, weil wir keinen der verbotenen Hashtags verwenden.
(Update 02.08.2019: Der Shadowban ist zum großen Teil wieder aufgehoben, die meisten hashtags funktionieren schon wieder)

Eigenverantwortlichkeit


Welche Gründe kann ein "shadowban" haben? Willkür - was aktuell auf "Poledance" zuzutreffen scheint. Aber vielleicht auch die übertriebene Suche nach Aufmerksamkeit? Follow-unfollow, ständiges Kommentieren, Bots, zu viele Hashtags und immer die gleichen Inhalte können auch zu "shadowban" führen.
Aha! 

Noch vor einigen Monaten hieß es, man solle viele Hashtags verwenden, sich aktiv zeigen, Hashtags der Ästhetik halber in Kommentare verpacken und vieles mehr. Accounts mit vielen Followern würden attraktiver wirken. Okay, dann müssen Follower her - wie auch immer. Kaufen? 

Authentizität


Auch wenn nur wenige Personen sich gekaufte Follower leisten können oder wollen, aus Finanzgründen oder Gründen echter Überzeugung, so merkt man deutlich: Was heute als Empfehlung gilt, ist morgen ein Übel. 
Dabei sind es häufig dieselben Institutionen, die heute eine Empfehlung aussprechen, die sie morgen selbst als "Übel" titulieren und den User, der den gestrigen Empfehlungen folgt, abstrafen.

Ehre und Gewissen


Manchmal frage ich mich schon, warum wir auf der einen Seite darum kämpfen, Anerkennung für unseren Sport zu bekommen und auf der anderen Seite einen Post nach dem anderen verfassen, der mit "filthy", "dirty", "bitchy" oder "Sundday bumday" betitelt wird? Wir dürfen uns selbst als schmutzig und nuttig bezeichnen, andere nicht? Ein bisschen Geradlinigkeit würde in manchen Bereichen nicht schaden. 
Allerdings ist auch dies nur eine sehr mangelhafte Erklärung, den der "shadowban" trifft eben auch accounts, die mit Fug und Recht von sich sagen können, dass keiner der oben genannten Punkte auf sie zutrifft.

Mangelnde Offenheit


Was mich persönlich dabei stört ist nicht einmal die eingeschränkte Sichtbarkeit (macht bei einem Account mit nicht einmal 500 Followern sowieso nicht viel aus - instagram.com/crazysportsaugsburg), sondern die Willkür und die mangelnde Argumentationslinie. 
Update 02.08.2019: Selbst nach dem aufgehobenen shadowban versteht man nicht, warum wir Polesportler aufs Korn genommen wurden. In diesem Blogpost wird alles genau erklärt, die Argumentationslinie des SM (Soziales Medium, nicht was ihr schon wieder denkt ;-) ) bleibt nebulös: https://bloggeronpole.com/2019/07/instagram-apologises-to-pole-dancers-about-the-shadowban/?fbclid=IwAR1lf-kNXgTFrhpMaiQfDiLAaqzmf2IxVHGbGq8a1M3S9a1gXhEba17c5a8

Abschließen möchte ich dennoch mit ein paar Fragen, die wir uns alle stellen:

  • Warum ist Unterwäsche okay, aber Polebekleidung nicht?
  • Warum ist "nude" bei Make-up und Abendkleidung ein neuer Trend, bei Poledance (bezogen auf die Farbe der KLEIDUNG) aber verwerflich?
  • Wieso darf man Beachvolleyballerinnen vorschreiben, dass ihr Höschen möglichst kurz sein muss, obwohl man auch in einer Radlerhose diesen Sport ausüben könnte, bei Poledance aber sei es billig und anstößig? 
  • Wieso ist ein Spagat im Ballett oder in der Gymnastik eine Leistung, beim Poledance aber schmutzig?

Poledance goes Olympia? Das scheint noch ein langer Weg zu sein.
21. Jahrhundert. Rein rechnerisch ja, im Kopf sind viele vormittelalterlich.


Ergänzende Gedanken


Ich habe diesen Beitrag verfasst, da war der shadowban wohl schon wieder aufgehoben. Oh no! Shame on me, wie schlecht recherchiert.....
Ich habe einen persönlich gefärbten Blogbeitrag geschrieben, keinen Zeitungsartikel. Ich war als denkende und tippende Person unterwegs, nicht als Journalistin.

Vom Shadowban, der unheimlichen Ungerechtigkeit und der gefühlten Benachteiligung habe ich in den letzten Wochen hunderte Male lesen können, das war weder zu übersehen noch zu überhören, die Aufschreie waren laut und deutlich.
Vom aufgehobenen Shadowban habe ich dank eines Community-Mitglieds erfahren, die mich freundlicherweise darauf aufmerksam gemacht hat. Auch geschrien werden sollte auf beiden Seiten in nahezu der gleichen Lautstärke.

Und so möchte ich mit Dank schließen.


Ich freue mich in einer Zeit leben zu können, in der wir Poledance doch ohne große Probleme und Ressentiments ausüben können. 

Was sind noch ein paar blockierte Hashtags (Achtung Zynismus: Ich hatte - aufgrund der geringen Followerzahl sowieso gar nichts davon mitbekommen, ich war nie betroffen...)?

Ja, es gibt Personen, denen muss man erst erklären, warum man beim Pole so wenig anhaben muss. Ja, es gibt Personen, denen muss man erst die Vergleiche zum Synchronschwimmen (Damen strecken ihre Beine in die Luft und grätschen diese, so dass die Zuschauer nur NACKTE BEINE und Schrittbereich sehen können - aber da ist es okay!) darlegen, bevor sie anfangen nachzudenken und ja, viele denken halt, Poledance hätte nur eine sehr kurze Geschichte und wäre immer noch von Animierdamen ausgeübt worden. Ist halt falsch gedacht. 

Aber sind wir doch mal ehrlich: Wussten WIR denn, dass Poledance so alt ist wie die Menschheit, bei Idiandern, Indern und Chinesen ausgeübt wurde und in einigen Kulturen sogar nur den Männern vorbehalten war, wenn wir nicht nach Argumenten gesucht hätten, um es anderen Personen besser verständlich machen zu können?

Eben.



Samstag, 27. Juli 2019

Entspannen ist so anstrengend...


Das Ziel liegt meist am Ende des Weges


Heute sind wir häufig geprägt von der Suche nach Bequemlichkeit. Wir wollen schnelle Ergebnisse, gute Ergebnisse und diese auf einfachem und bequemem Weg.
Die Schnelllebigkeit der Zeit beeinflusst unsere Erwartungshaltung in vielen Bereichen.
Entspannen? Klar. Schnell. Am besten mit einer App. 20 Sekunden am Tag für dauerhafte innere Ruhe.

Die Unterschiedlichkeit der Ziele

Manche Ziele sind so nah, dass wir sie sehen und fast schon greifen können. Dennoch müssen wir auf diese Ziele zugehen. Selten bewegen sie sich auf uns zu.
Manche Ziele sind weit weg, so dass wir sie uns nur vorstellen können und auch das fällt manchmal schwer.

Die Hilfe der Etappen

Zum Einen kann es dann hilfreich sein, sich Etappenziele zu setzen und diese zu feiern, zu honorieren und auf sich stolz zu sein.

Die Hilfe des Wegbegleiters

Zum Anderen trägt es zur inneren Ruhe bei, wenn man auf diesem Weg einen Begleiter hat, der das Ziel beschreiben kann und der den Weg mitgeht. Dabei geht der Begleiter, der das Ziel schon kennt, manchmal voraus und manchmal bleibt er hinter den Personen, die sich ebenfalls auf den Weg gemacht haben, um diese zu schieben, zu stützen oder deren Fall auffangen zu können.

Wann sind wir denn endlich da? Ich muss mal!

So erwachsen, wie wir alle gerne tun, sind wir gar nicht. Haben wir als Kind unsere Wegbegleiter, die das Ziel schon kannten, unaufhörlich genervt, weil wir nicht einsehen wollten, dass eine Zielerreichung mit einer Zeitinvestition verbunden ist, so können wir uns heute in vielen Bereichen wiedererkennen.

Beispiel Yoga

Positionen zu halten, ruhig und gleichmäßig zu atmen, dem Körper zugestehen, dass er meckert und mit der aktuellen Lage meint, nicht einverstanden zu sein, dabei das Ziel nicht aus den Augen verlieren und mit Gleichmut und Ruhe darauf zuzugehen – das alles wird auch im Yoga verlangt. Und für viele gleicht die „Anfangsentspannung“ eher einer Tortur. Ruhig und mit geradem Rücken sitzen, den Alltag ausblenden und ankommen. Mehr ist nicht verlangt. Aber unser inneres Kind schreit oftmals auch hier: „Wann sind wir denn endlich da? Ich muss mal!“ – und vieles mehr.

Es wird besser, wenn man dabeibleibt.



Freitag, 19. Juli 2019

Ambivalenz

...und die Konnotation


Klären wir zunächst einmal die Begriffe
Ambivalenz kommt aus dem Lateinischen und setzt sich zusammen aus den Worten ambo "beide" und valere "gelten". Auf der einen Seite beschreibt Ambivalenz angeblich einen Zustand innerer Zerrissenheit, weil - so die Definition - eben nicht beides gilt, sondern sich die beiden Punkte widersprechen. 


Aha!

Angeblich wäre das Adjektiv ambivalent in der gehobenen Umgangssprache etwas geläufiger, dieses stünde für mehrdeutig, vielfältig, doppelwertig, aber auch zwiespältig.

Ambivalenz wäre nach Eugen Bleuer eines der Hauptsymptome der Schizophrenie. Oder nach Richard David Precht: Wer bin ich und wenn ja, wie viele?


Was will man sehen?

Es kommt mal wieder auf die Konnotation an, die man diesem Wort verleiht. Sieht man die erklärenden Worte "beide gelten" und "vielfältig", sowie "doppelwertig", dann kann man sehr wohl und guten Gewissens sowie bei voller geistiger Gesundheit ambivalente Lebensbereiche haben.


Warum heute so philosophisch?

Es ging in einem Interview, welches ich kürzlich geben durfte und von welchem ihr mit Sicherheit hören und lesen werdet, wenn es veröffentlich ist, darum, wie ich mit der Ambivalenz aus Unternehmensberaterin und Poletänzerin zurecht käme.


Doppelwertigkeit

Zum einen sehe ich hier keine Ambivalenz, es sei denn, Denken und Sport schließen sich aus. Zum anderen möchte ich die Konnotation "doppelwertig" und "vielfältig" in diese beiden Bereiche legen.
Ich liebe es ganzheitlich zu arbeiten. Es ist unheimlich wertvoll, die Erkenntnisse aus der Psychologie, Soziologie und Pädagogik in die Sportkurse einfließen lassen zu können. Umgekehrt nutzt das Wissen um das Überwinden körperlicher Grenzen auch für das Überwinden geistig gesetzter Grenzen.


Zerrissen?

Ganz im Gegenteil. Würde mir ein Bereich genommen, ich würde mich nicht mehr komplett fühlen.

Samstag, 6. Juli 2019

Setz' dich ordentlich hin!

Sitz gerade, nicht gautschen, gib' doch mal Ruhe. Was bist Du denn für ein Zappelphilipp?


Tja, Stühle konnten schon ziemlich langweilig sein. Sitzen auch. Und dann diese ständigen Ermahnungen, dass man ruhig sitzen bleiben sollte: Nicht schaukeln, nicht um den Stuhl herumrennen, den Stuhl nicht umwerfen.....

LANGWEILIG. So langweilig.


Wie gut, dass wir heute ins Studio gehen können, uns ein paar Klappstühle schnappen (da tun es sogar wirklich die eines schwedischen Einrichtungsanbieters) und nach Herzenslust mit dem Stuhl machen können, was wir wollen: Schaukeln, Gautschen, Runterrutschen, Hin- und Herwackeln, Aufstehen, auf den Boden rutschen, den Stuhl umdrehen, uns umdrehen....

Keiner schimpft und keiner meckert


Gemeckert wird heute höchstens, wenn wir einfach nur sitzenbleiben. So ändern sich die Zeiten. Erwachsenwerden kann also auch seine guten Seiten haben.

Ein bisschen mehr Ernst bitte


Okay. Schluss mit lustig. Chairdance ist ein tolles Workout, was wirklich Spaß machen kann. Gerne werden auch Junggesellinnenabschiede mit einer Chairdance-Choreographie versüßt. Die Truppen junger Frauen sind dabei jedes Mal überrascht, wie schön man sich um und mit einem Stuhl bewegen kann, wenn es (endlich) erlaubt ist.
Tänzerisch und ein bisschen sinnlich sieht das ganze dabei auch noch aus. Die Klamotten sind Nebensache: Stretchjeans gehen ebenso gut wie Leggings, es ist ganz unkompliziert und macht enorm Spaß!

Probiert es doch auch mal aus!

Donnerstag, 27. Juni 2019

Kommentieren oder Erklären?

Trainingspartnerschaften mit Frust


Vor Jahren habe ich mit einer damals bei mir tätigen Trainerin ab und an trainiert. Es war der Versuch miteinander zu trainieren und voneinander zu lernen. Meine Trainingspartnerin hatte beeindruckende Fähigkeiten und meisterte einige Figuren, die ich auch gerne hätten können wollen, mit scheinbarer Leichtigkeit. Ich habe ihr bewundernd zugesehen und sie dann gefragt, wie sie die Figur/ den Trick den "mache"? Ihre Antwort war immer gleich: "Na so halt" - gefolgt von einer nochmaligen Vorführung des Tricks. 

Anfangs versuchte ich noch, einfach nur besser hinzusehen, vielleicht würden mir meine Augen dann einen neuen Blickwinkel ermöglichen. Nach der stoischen Wiederholung des Procederes auf beiden Seiten bemerkte ich, wie sich die Emotion der aufkeimenden Enttäuschung langsam den Weg aus den tiefen meiner Magengrube hoch in mein Bewusstsein erbat.

So wurde das nichts. Umgekehrt schon. Mag abgehoben und arrogant klingen, aber was meinen persönlichen egozentrischen Frust noch steigerte, war die Tatsache, dass ich ihr sehr wohl Tricks erklären konnte, die ich selbst nicht in der Lage war zu meistern, wohl aber verstanden hatte, was theoretisch (und praktisch, wenn man es denn konnte) zu tun war, um in diese Figur zu gelangen.
Und es funktionierte. 


Lerntypen


Jeder, der in irgendeiner Weise als Trainer/in tätig ist, kennt (eigentlich) die unterschiedlichen Lerntypen und die Notwendigkeit auf diese  - sofern möglich - spezifisch einzugehen. Der eine möchte es noch einmal sehen, der nächste muss sich selbst kommentieren und wieder eine andere Person benötigt Metaphern. Wichtig ist auf jeden Fall die Kommunikation. Reines Abschauen funktioniert nur bedingt.

Kommentieren oder Erklären


In den Trainerausbildungen sieht man es oft: Die Notwendigkeit der Kommunikation wird mit der einfachen Lösung des Kommentierens verwechselt. Zu beschreiben, was man gerade tut ist ein guter Anfang, denn es fängt den auditiven Lerntyp ein, aber es ist eben nur ein Anfang.
"Ich gehe in den Helicopter" - "Ich ziehe mich im Klimmzug hoch" - "Ich achte auf meine Rumpfstabilität." - das alles sind Sätze, die richtig sind, die aber nur kommentieren, nicht erklären.
Eine Aufforderung den "Helicopter" einzunehmen, setzt voraus, dass die Person am anderen Ende der Leitung weiß, was damit gemeint ist. Das kann gut möglich sein, wenn man weiß, dass dies im Kompetenzportfolio der anderen Person liegt oder man es gemeinsam gelernt  und gelehrt hat. Aber es ist nur ein Kommentieren. Irgendwann sollte beim Unterrichten bei speziellen Dingen, die vorausgesetzt werden können, das Kommentieren reichen ("Nehmt die Grundhaltung ein." - "Basic Grip" - "Strong Hold Grip"), vorher muss es ein Trainer aber erklären (können).

Was passiert genau? Welche Muskelgruppen müssen in welcher Art und Weise und Reihenfolge angesprochen werden? Was passiert, wenn das nicht der Fall ist? Wie kann man lernen, die richtige Körperpartie anzusprechen? Für all diese Fragen sollte ein Trainer Antworten bereithalten.


Jede Kleinigkeit beachten


Je instinktiver man etwas tut, umso schwerer wird es, sich (wieder) bewusst zu machen, was man eigentlich tut. Häufig ist dann auch zu beobachten, dass Personen sehr wohl in der Lage sind etwas besonders gut und sauber auszuführen, ihnen aber selbst nicht bewusst ist, was sie eigentlich tun.
Ist auch keine einfache Aufgabe: Versucht doch mal zu beschreiben, was in Eurem Körper passiert, wenn ihr geht, oder Euch von einem Stuhl erhebt. Nein. Ein "Ich stehe auf"  ist das oben erwähnte Kommentieren, hier sind Erklärungen gefragt!


Nicht alles kann gesehen werden


Wenn ein Trainer 150% zeigt, kann er oder sie davon ausgehen, dass vielleicht 50-80% gesehen werden. Das ist normal und hat noch nichts mit mangelnder Aufmerksamtkeit der teilnehmenden Personen zu tun. Oftmals kommt dazu, dass das, was wir sehen, uns trügt. Machen wir es am Beispiel des Stangenkletterns fest. Eine Disziplin bei welcher ich zu Schulzeiten kläglich versagte. Immer und immer wieder. "Klettert rauf" - "Festhalten und die Fußsohlen gegen die Stange drücken, dann hochziehen." - Das war die ganze Erklärung, die man bekam.
Wenn man hinguckt, sieht man, dass sich die Arme verändern, dass man an die Stange greift und dass die Füße an der Stange sind (beim schulischen Stangenklettern). Also geht man davon aus, dass die Kraft aus den Armen und den Füßen kommen soll. Sind dort nicht genug Reserven vorhanden, scheitert man kläglich. Hände, Arme und Füße sind Beiwerk. Die Kraft kommt aus dem Rücken, aus dem Bauch und aus den Schultern. Erst wenn man erklärt bekommt, wie man dort die Muskulatur ansprechen und benutzen kann, funktioniert es.

Warum und wie sind also die besseren Ausgangspunkte für gute Erklärungen als so halt.

Montag, 17. Juni 2019

Persönlichkeit beginnt, wo der Vergleich aufhört

Keine Frage,


diese Robbe ist Zucker! So wie jeder Mensch etwas Unwiderstehliches hat, kann man auch dieser Robbe ihre Anziehungskraft nicht absprechen. Als Werbewesen für Yoga, Pilates oder Stretching käme sie allerdings etwas "komisch" rüber, oder?

Was soll das?


Nun, wir werden immer wieder damit konfrontiert, dass man sich ja nicht in unsere Kurse trauen würde, weil man sich nicht mit dem Trainer/ der Trainerin vergleichen könne, sondern ganz anders aussehen würde und auch bei Weitem nicht so stark/ gelenkig wäre.

Tja - Pech auch, oder?


Verantwortungsverschiebung par excellence! Ganz ehrlich: Es nervt! Ich möchte mal Interessenten oder Interessentinnen sehen, denen man jemanden zeigt, der sich Trainer schimpft und das, was er oder sie unterrichten meint zu können auch nicht besser kann als ein mit der Sportart beginnender Teilnehmer oder eine Teilnehmerin.

Ergebnisse des Trainings


Gleichermaßen nervt die Erwartung, alles in der ersten Kurseinheit nach einmaligem Ausprobieren sofort auf Anhieb genauso gut hinzubekommen wie der Trainer oder die Trainerin. Training heißt Lernen, Lernen bedeutet, dass man sich etwas Neues Schritt für Schritt aneignet, was man noch nicht kann und auf diesem Weg einen Coach an der Seite hat, der einen begleitet, einem hilft.

Wettbewerb der Robben?


Wer meint, aus einer Yoga-Stunde einen Wettbewerb machen zu müssen, der hat den Sinn dieses Übungen, die vielmehr einer Lebenseinstellung gleichen können, sowieso nicht verstanden. Sich verbessern ist ein Prozess und meist hat auch der Trainer mal am Anfang angefangen und sich seine Körperbeherrschung erarbeitet.

Schuld des Trainers


Es ist nicht das Thema des Trainers, noch seine Schuld oder seine Verantwortung, sich mit dem unbegründeten Frust als Ergebnis illusorischer Vorstellungen auseinandersetzen zu müssen.
Doch, ist es in dem Moment, wenn die Aussage kommt (die Ausrede?), dass man ja nur deswegen nicht in den Kurs gehen würde, den man ja so gerne mal ausprobieren würde, weil der Trainer/ die Trainerin zu gut trainiert wäre.

Habe fertig!

Samstag, 8. Juni 2019

Trainerausbildung nur mit Grundwissen

Um bei CrazySports Augsburg eine Trainerausbildung machen zu können, sind bestimmte Voraussetzungen notwendig, die wir vor der Zulassung prüfen.

Bei uns kann man also nicht einfach Trainer werden, ohne jemals vorher am Sportgerät gewesen zu sein.

"Binnen 2 Tagen zum Trainer. Keine Grundvoraussetzungen notwendig!"
Das klingt nicht einmal gut, das ist schlicht verantwortungslos.

Wer sich (online oder vor Ort) bei CrazySports Augsburg zum Poledance oder Aerial Hoop Trainer/ zur Trainerin ausbilden lassen möchte, sollte ein Grundwissen um die Technik des jeweiligen Sports mitbringen.

Didaktik, Stundenaufbau, Umgang mit Kunden/Kundinnen/ Teilnehmern/ Teilnehmerinnen, Gestaltung von Warm-Up und Cool-Down, Anatomiewissen und vieles mehr, bekommt ihr während der Ausbildung vermittelt.

Die Grundvoraussetzungen prüfen wir mittels eines Bewerbungsvideos. Je nach Level sind bestimmte Inhalte Pflicht, die allerdings mehr als machbar sind. Wir legen Wert auf die Gestaltungsfreiheit der Kurseinheiten durch den angehenden Trainer/ die angehende Trainerin, so lange dies im Rahmen der sinnvollen Didaktik bleibt.
Die Vorbildfunktion eines Trainers/ einer Trainerin darf nicht unterschätzt werden. Gerade bei den akrobatischen Sportarten Poledance und Aerial Hoop sollte diese auch immer sichtbar sein.


Weitere Informationen findet ihr unter www.crazy-sports-augsburg.com/trainerausbildung
facebook: facebook.com/crazysportsaugsburgtrainer

Samstag, 25. Mai 2019

Warm-Up und Cool-Down





Das muss reichen – Ökonomie bei Warm-up und Cool-Down

Warm-up und Cool-Down sind essentielle Trainingsbestandteile. Ein gutes Warm-up Programm bereitet den Körper auf die spätere Leistung vor und erhöht das Leistungslevel. Ein gutes Cool-Down kann den Muskelkater minimieren und stellt einen psychologischen Endpunkt des Trainings dar.
Von vielen ungeliebt, sind diese beiden Bestandteile einer guten Trainingseinheit dennoch wichtig, obwohl man meist am liebsten sofort mit dem eigentlichen Training loslegen wollen würde.

Bedeutung eines guten Warm-up Programms
Wie es der Name schon sagt, dient das Aufwärm-Programm der Erhöhung der Körpertemperatur und somit der besseren Durchblutung des gesamten Körpers.
Vor allem für Peripherie-Gebiete und von Natur aus schlechter durchblutete Bereiche ist dies nicht nur sinnvoll, sondern notwendig, wenn man das Verletzungsrisiko minimieren möchte.
„Kalte“ Sehnen und Bänder sind weniger elastisch und reißen schneller, da sie spröde sind – einfach ausgedrückt. Die Gelenke zu kreisen (Schulter, Fußgelenke, Handgelenke etc.) ist sinnvoll, nur erhöht dies kaum die Körpertemperatur und sollte somit nur ergänzend zu Warm-up Programm hinzugenommen werden, nicht das Warm-up Programm darstellen.
Statisch stehend auf der Stelle den Kopf nach rechts und links oder auf die Brust neigen, gehört ebenfalls in die weiter oben beschriebene Kategorie.
Im Idealfall sollten die Sehnen und Bänder durch die Erhöhung der Körpertemperatur geschmeidiger werden, der Körper sich auf die kommende Belastung einstellen und der Fokus auf die später im Training benötigten Muskelpartien gelegt werden.
Um dies alles zu gewährleisten sind demnach mehr als nur 10 Jumping Jacks notwendig und ein gutes Warm-up Programm kann auch nicht binnen 3 Minuten abgeschlossen sein.

Ein auf das Training abgestimmtes Warm-up
Im Idealfall weiß man, was man später im „Hauptteil“ trainieren will, so dass man die beanspruchten Gelenke, Sehnen und Bänder stärker in den Fokus rücken kann.
Man sollte sich im Warm-up nicht komplett auspowern, aber man sollte auch nicht in der Form mit den Kräften haushalten, dass man nur eine körperliche Arbeitsbeschaffungsmaßnahme absolviert, in der Meinung, der anstrengende Teil käme ja später.

Körperspannung ist im Warm-up ein ähnliches Zauberwort wie im funktionalen Training an sich. Rumpfstabilität ist im Grunde immer vonnöten. Verschiedene Übungen, die diese beiden Bereiche umfassen, bereiten den Körper ideal vor.
Liegestütze, Lady-Liegestütze und ein paar Bauchübungen können das Programm abrunden. Um die oben erwähnte Körperspannung und Rumpfstabilität zu verbessern, können diese Übungen auch ab und zu mal für 30 Sekunden oder gar mal 1 Minute statisch gehalten werden. Klingt einfach, ist aber wahnsinnig anstrengend und es wird einem recht schnell warm.
Ansonsten gilt für das Warm-Up-Programm eher: Dynamisch und temporeich.
Übrigens: Statisches Dehnen hat in einem Warm-up Programm nichts verloren.

Zusammengefasst:
·      ein gutes Warm-up Programm sollte ca. 10 Minuten dauern
·      die Körpertemperatur sollte um 1-2°C erhöht werden
·      statisches Dehnen und Kopfkreisen (360°) bitte vermeiden
·      im Idealfall schon wissen, was später besonders beansprucht werden wird und diese Körperteile im Besonderen aufwärmen.
·      Rumpfstabilisierende Übungen (Liegestütze, Bauchübungen) einbauen.
·      Die Witterungsverhältnisse im Auge behalten
·      Im Winter das Warm-up in langen Hosen, Stulpen und einem langärmligen Oberteil ausführen.
·      Darauf achten, dass die Gelenke, Sehnen und Bänder angesprochen werden, um diese geschmeidiger zu machen.
·      Sich dabei aber nicht vollkommen auspowern.

Bedeutung des Cool-Downs
Am Ende eines kräftezehrenden Trainings hat der Teil des Cool-Downs hauptsächlich die Bedeutung, das Training abzurunden und den Körper wieder abzukühlen. Wie zum Warm-up auch ist es sinnvoll, sich wieder ein wenig mehr Anzuziehen, um das Abkühlen langsam von statten gehen zu lassen.
Im Cool-Down zu erwarten, dass man noch erhebliche Verbesserungen der Beweglichkeit erzielen kann, ist überzogen. Stretching, um den beispielsweise den Spagat zu erlernen oder zu verbessern oder die Rücken- und Schulterflexibilität zu erhöhen sollte eine eigene Trainingseinheit bekommen.

Stretching und Dehnen benötigt Kraft. Klingt zunächst komisch, ist aber so.
Nach einer anstrengenden Trainingseinheit an der Stange ist diese allerdings meist nur noch in Bruchteilen vorhanden.
Trotzdem die Bedeutung des Cool-Downs somit auf den ersten Blick gering zu sein scheint, sollte man es auf gar keinen Fall vernachlässigen. Auch sollte dem Cool-Down eine ähnliche Zeitspanne eingeräumt werden, wie es für das Warm-up getan wurde.

Verzichtet man gänzlich auf das Cool-Down, so rächt sich der Körper! Subjektiv konnte die Erfahrung gemacht werden, dass der Muskelkater und das Gefühl des „eingerostet-seins“ am nächsten Tag umso stärker sind.

Im Idealfall konzentriert man sich beim Cool-Down auf die Muskelgruppen und Gelenke, Sehnen und Bändern, die im Training besonders beansprucht worden sind.
Konkret soll das heißen, dass beispielsweise eine stehende oder sitzende Vorwärtsbeuge eine schöne Abschlussübung darstellt, wenn im Training vorher allerdings vor allem die Unterarme belastet worden sind, so sollte man Übungen wählen, die diese Muskelpartien und Körperbereiche umfassen.

Zusammengefasst:
·      Das Cool-Down rundet das Training ab.
·      Dem Körper wird signalisiert, dass die Belastung nun ein Ende hat.
·      Ein sauberes Cool-Down vermeidet Verspannungen und beugt bösem Muskelkater vor.
·      Besonderes Augenmerk auf die besonders beanspruchten Körperbereiche legen und vor allem für diese auch Übungen einbauen.
·      Auch dem Kopf soll mittels des Cool-Downs wieder Entspannung nach der Phase der intensiven Konzentration gegönnt werden.
·      Man schließt das Training ab und bereitet sich auf das Kommende vor.
·      Man kann das Training nochmals Revue passieren lassen.
·      Kleine Rituale machen das Cool-Down zu einem wichtigen Aspekt für die Ruhe!

Freitag, 17. Mai 2019

Seitenadministration = Repräsentation


Wer ein kleines oder mittelständisches Unternehmen/ Sportstudio betreibt, der verfügt mit Sicherheit auch über eine Geschäftsseite des Unternehmens beim großen blauen sozialen Netzwerk mit den 2 Buchstaben.

Je stärker das Unternehmen von einer Person repräsentiert wird, umso schwerer fällt es interessierten Personen eine Trennung zwischen einem „Privat“-Profil und einer Unternehmensseite vorzunehmen. Viele wissen zudem nicht, dass man auch Unternehmensseiten per Messenger kontaktieren kann. Die Person, die das Unternehmen leitet, IST das Unternehmen. Man kontaktiert sie also gerne direkt, statt mit der Unternehmensseite „Kontakt“ aufzunehmen.

Heute soll allerdings der Fokus gar nicht auf den Personen liegen, die wir mittels unserer Präsenz mit einer Unternehmensseite ansprechen wollen, sondern auf unseren Aufgaben als Seitenbetreiber/ Seitenbetreiberin. Was wir posten, repräsentiert unsere Tätigkeiten, zeigt unser Portfolio, soll den Kunden und Kundinnen, den Teilnehmern und Teilnehmerinnen zeigen, wie toll wir sind.

Wenn wir die Erlaubnis haben, so posten wir hier natürlich auch Fotos der Teilnehmer und Teilnehmerinnen und zeigen, was man mit unserem Training erreichen, bei unseren Veranstaltungen erleben kann.
Wir werben für unser Unternehmen und das ist gut so.

Manchmal allerdings geht der Schuss nach hinten los. Dann nämlich, wenn man so stolz auf die Ergebnisse des letzten Trainings ist, dass einem als Trainer oder Trainerin gar nicht auffällt, dass die Posen für eine öffentliche Darstellung, die jedem zugänglich ist - gelinde gesagt - ungeschickt sind (selbst wenn man die Technik des Tricks dann gut erkennen kann).

Oder aber man lässt sich öffentlich sichtbar auf unsinnige Diskussionen ein. Auch das passiert allzu schnell, irritiert aber viele Seitenbesucher nur. Es kommt immer mal wieder vor, dass eine Person meint, sich einen Scherz erlauben zu können, etwas unpassend kommentiert oder sich in sonstiger Weise nicht geschäftsfördernd verhält. Hier sollten wir als Seitenbetreiber schnell handeln: Kommentar löschen und eventuell den Urheber/ die Urheberin direkt kontaktieren und ihm/ihr erklären, warum man den Kommentar gelöscht hat. Alles Weitere hat auf einer Business-Seite nichts verloren.

Als Seitenbetreiber repräsentiert man das Unternehmen. Selbst wenn der Firmenname vor dem Post steht, weiß meist jeder, wer hier antwortet. Eine Trennung zwischen privat und geschäftlich ist – wie bereits oben beschrieben – kaum möglich. Insofern sollten wir uns unserer Außenwirkung auch bei den Personen, die uns eventuell noch gar nicht so gut kennen, bewusst sein und dementsprechend als Seitenbetreiber auch handeln.

Samstag, 11. Mai 2019

Wenn die Motivation fehlt, muss die Disziplin aushelfen

Es gibt 1000 Gründe dafür, "heute" keinen Sport zu machen, diese reichen manchmal sogar für ein ganzes Jahr!

Verfügbare Zeit für Sport im Jahresplan:
  • Januar = Grippe/ ich muss mir erstmal klar werden, was ich dieses Jahr an Sport machen will
  • Februar = Fasching, danach krank
  • März, April = Ostern, Urlaub - danach krank
  • Mai = Pfingsturlaub/ das Wetter ist schon zu schön, ich will nach draußen (vielleicht)
  • Juni, Juli, August = im Sommer mache ich bestimmt was draußen/ Keine Zeit, treffe mich mit Freunden im Biergarten
  • September = Oktoberfest, danach krank; Quartalsabschluss in der Arbeit, viel zu viel zu tun, das neue Schuljahr hat gerade begonnen, ich muss erstmal gucken, wie der Stundenplan der Kinder aussieht.
  • Oktober - Grippe/ beginnender Jahresendstress in der Arbeit, Prüfungszeit in der Schule, ich muss mit den Kindern lernen
  • November = Herbstferien, danach krank, einsetzender Weihnachtsvorstress, leichte Erkältungen, zu kalt
  • Dezember = Weihnachtsstress, krank, Urlaub.....
Training macht mit Motivation Spaß, doch manchmal fehlt diese. Das ist normal und nicht zu verurteilen. Doch wenn die Motivation fehlt, dann muss eben die Disziplin (kurzfristig) aushelfen.

Eines muss jedem klar sein, der ernsthaft vorankommen möchte: Training bringt nur was, wenn man hingeht!

Wochen nichts zu tun, um dann von den nicht eintretenden Fortschritten frustriert zu sein, ist nicht nur schlecht für's Gemüt, sondern auch für den Körper.

Wer sich allerdings mit dem Jahresplan oben zufriedengibt, der kann auch aus voller Überzeugung behaupten: Wenn ich den Sport machen würde, dann wäre ich bestimmt besser als jeder andere!