Sonntag, 22. April 2018
Yoga ist ja nur Entspannung....
"Nee, Yoga ist nix für mich! Weißt Du, ich bin nicht so der Typ der im Kreis sitzt und "om" sagt."
In 9 von 10 Fällen hört man diesen Satz, wenn man die Frage beantwortet, was der Kunde/Interessent - die Kundin/Interessentin denn noch so tun könnte, um gleichzeitig Kraft und Flexibilität zu verbessern und man daraufhin "Yoga" empfiehlt.
Donnerstag, 15. Februar 2018
Ästhetik und Tanz
"Die Ästhetik der Kunstform Tanz lässt sich durch wissenschaftliche Untersuchungen nicht erklären."
(aus dem Buch "Dance Anatomie", Seite 1 - ISBN: 978-3-7679-1046-1)
.....also werde ich nicht versuchen, es zu tun.
Aber vielleicht liegt es genau daran. Tanz ist Hingabe, Tanz ist Gefühl, Tanz ist Charakter, Tanz ist Seele. Kann man Gefühle, Charakter, Hingabe und Seele wissenschaftlich definieren? Vielleicht in Teilen, aber eben nicht im Ganzen.
Technisch perfekter Tanz ohne Seele kickt mich nicht. Seele ohne Technik ist aber auch nicht die Lösung.
Wie kann man also versuchen, die Potentiale der inneren Schönheit in der Kunst- und Ausdrucksform "Tanz" nach außen zu tragen?
Zeit und Raum sind wesentliche Bestandteile für mich. Den Bewegungen Zeit geben, sie zelebrieren, Raum einnehmen, sich groß machen und den Raum, der einem zur Verfügung steht, einnehmen. Nicht zögerlich, nicht bittend, sondern mir einer selbstbewussten Selbstverständlichkeit.
Jede Bewegung verdient die gleiche Aufmerksamkeit. Eine Drehung, ein Climb, ein Lift - ganz egal ob im Hoop oder an der Pole oder im puren Floorwork besteht aus Anfang, Hauptteil und Ende.
Oftmals kann man beobachten, dass das Hauptaugenmerk auf den Mittelteil, den ja hier auch benannten Hauptteil gelegt wird. Der Anfang verhungert, auf das Ende wird kein Wert gelegt.
Vielleicht, weil man nicht so viel Zeit damit verbraten möchte? Vielleicht, weil man gedanklich schon im nächsten Move steckt? Vielleicht, weil man in möglichst wenig Zeit möglichst viele Hauptteile packen will?
Man gibt sich im Alltag so selten Raum. Alles muss schnell gehen. Ergebnisse müssen stimmen. Leistung ist, was man in guter Qualität in möglichst kurzer Zeit schafft. Die Ästhetik hat keinen Platz in diesen Erwartungshaltungen. Muss sie auch nicht.
Aber im Tanz, im Studio, in der Zeit, die ein Mensch mit sich und seinem Körper verbringt, da darf man sich Raum und Zeit nehmen. Selbstverständlich Bewegungen zelebrieren, die Größe des eigenen Charakters wahrnehmen, Raum einnehmen.
Vielleicht liegt darin auch ein bisschen das begründet, was als Ästhetik wahrgenommen wird?
(aus dem Buch "Dance Anatomie", Seite 1 - ISBN: 978-3-7679-1046-1)
.....also werde ich nicht versuchen, es zu tun.
Aber vielleicht liegt es genau daran. Tanz ist Hingabe, Tanz ist Gefühl, Tanz ist Charakter, Tanz ist Seele. Kann man Gefühle, Charakter, Hingabe und Seele wissenschaftlich definieren? Vielleicht in Teilen, aber eben nicht im Ganzen.
Technisch perfekter Tanz ohne Seele kickt mich nicht. Seele ohne Technik ist aber auch nicht die Lösung.
Wie kann man also versuchen, die Potentiale der inneren Schönheit in der Kunst- und Ausdrucksform "Tanz" nach außen zu tragen?
Zeit und Raum sind wesentliche Bestandteile für mich. Den Bewegungen Zeit geben, sie zelebrieren, Raum einnehmen, sich groß machen und den Raum, der einem zur Verfügung steht, einnehmen. Nicht zögerlich, nicht bittend, sondern mir einer selbstbewussten Selbstverständlichkeit.
Jede Bewegung verdient die gleiche Aufmerksamkeit. Eine Drehung, ein Climb, ein Lift - ganz egal ob im Hoop oder an der Pole oder im puren Floorwork besteht aus Anfang, Hauptteil und Ende.
Oftmals kann man beobachten, dass das Hauptaugenmerk auf den Mittelteil, den ja hier auch benannten Hauptteil gelegt wird. Der Anfang verhungert, auf das Ende wird kein Wert gelegt.
Vielleicht, weil man nicht so viel Zeit damit verbraten möchte? Vielleicht, weil man gedanklich schon im nächsten Move steckt? Vielleicht, weil man in möglichst wenig Zeit möglichst viele Hauptteile packen will?
Man gibt sich im Alltag so selten Raum. Alles muss schnell gehen. Ergebnisse müssen stimmen. Leistung ist, was man in guter Qualität in möglichst kurzer Zeit schafft. Die Ästhetik hat keinen Platz in diesen Erwartungshaltungen. Muss sie auch nicht.
Aber im Tanz, im Studio, in der Zeit, die ein Mensch mit sich und seinem Körper verbringt, da darf man sich Raum und Zeit nehmen. Selbstverständlich Bewegungen zelebrieren, die Größe des eigenen Charakters wahrnehmen, Raum einnehmen.
Vielleicht liegt darin auch ein bisschen das begründet, was als Ästhetik wahrgenommen wird?
Donnerstag, 18. Januar 2018
Das Like-Leiden
Bemerkenswert!
Nach einigen Jahren der Zielsetzung "Höher, schneller, weiter, verrückter, unmenschlicher" im Polesport, werden nun die Stimmen derer laut, die die menschliche Größe besitzen, Fehler, Misserfolge und falsche Zielsetzungen einzugestehen.
Chronische Schmerzen die in Kauf genommen werden und wurden, nur um noch ein weiteres Bild bei Instagram oder Facebook posten zu können. Der Körper zollt Tribut.
Oftmals habe ich mich selbst gefragt, ob meine Weigerung hier mitzumachen oder mitmachen zu können aus dem "Neid der Besitzlosen" entspringt. Ich kann es nicht. Ich werde es nicht können und ich habe mich oftmals auch geweigert, es meinen Kundinnen beizubringen. Aus Verantwortung. Aus Rücksicht. Mit dem Blick auf die Kosten und möglichen Spätfolgen.
Wenn Kundinnen partout darauf bestanden, die wildesten Figuren ausprobieren zu wollen, habe ich sie vor die Entscheidung gestellt: Ich kann es Dir erklären, ich kann Dir sagen, wie Du in diese Figur kommst. Ich selbst kann sie nicht und ich werde sie auch nicht können. Wenn Du bereit bist für dieses eine Foto einen Bandscheibenvorfall zu riskieren, dann kann ich es Dir zeigen. Entscheide!
Machen wir den Sport aus Liebe und Leidenschaft oder nur, weil wir am chronischen Anerkennungshunger leiden?
Trainerausbildungen bei CrazySports Augsburg - mit Wissen und Verantwortung
Samstag, 16. Dezember 2017
Höher, schneller, weiter - damit die Meister vom Himmel fallen
Trainerausbildungen
warum?
Ein Trainer muss weit mehr beherrschen als die Kompetenz der sportlichen Materie. Das gilt in jeder Sportart, so auch für Poledance und Aerial Hoop. Mittlerweile gibt es zahlreiche Trainerausbildungen. Sie differieren in ihrer Länge und den Inhalten und letztlich muss jeder angehende Trainer selbst entscheiden, welche Ausbildung ihr oder ihm am ehesten zusagt. Oftmals sind es natürlich auch finanzielle Gründe, die eine Person zur einen oder anderen Ausbildung und deren Anbieter tendieren lassen, doch sollten diese Gründe für einen angehenden verantwortungsbewussten Trainer oder eine Trainerin nicht ausschließlich entscheidungsweisend sein.
Ein Trainer muss weit mehr beherrschen als die Kompetenz der sportlichen Materie. Das gilt in jeder Sportart, so auch für Poledance und Aerial Hoop. Mittlerweile gibt es zahlreiche Trainerausbildungen. Sie differieren in ihrer Länge und den Inhalten und letztlich muss jeder angehende Trainer selbst entscheiden, welche Ausbildung ihr oder ihm am ehesten zusagt. Oftmals sind es natürlich auch finanzielle Gründe, die eine Person zur einen oder anderen Ausbildung und deren Anbieter tendieren lassen, doch sollten diese Gründe für einen angehenden verantwortungsbewussten Trainer oder eine Trainerin nicht ausschließlich entscheidungsweisend sein.
In einer Trainerausbildung lernt man
weniger neue sportliche Kompetenzen denn vielmehr den Umgang mit den
Teilnehmern und Teilnehmerinnen, die didaktischen Grundlagen des richtigen
Erklärens und den psychologischen Umgang mit unterschiedlichen Charakteren.
Ebenso wird auf die Themengebiete „Hilfestellung“, „Präsenz des Trainers“,
„natürliche Autorität“, „Trainerpersönlichkeit“, „Umgang mit Unfällen und
Verletzungen“, „Warm-up und Cool-Down“ eingegangen.
Ein Trainer übernimmt in gewisser Weise
für seine Teilnehmer und Teilnehmerinnen Verantwortung während diese sich in
seiner oder ihrer Kurseinheit befinden. Auf diese Aufgabe heißt es vorbereitet
zu sein.
Kurz und knackig
Nein, ich meine nicht die Klamotten, ich beziehe mich auf die Länge der Ausbildungen. Im Grunde lernt man das Lehren erst mit vielen Jahren der Erfahrung, aber jeder fängt einmal an.
Das Fundament welches für und in den neuen Trainer oder die neue Trainerin gelegt werden soll, muss gut sein.
Der Bauplatz sicher gewählt. Aus diesem Grunde überprüfen wir VORHER die Voraussetzungen.
Arrogante Ziefer
Ja, das mag einigen arrogant erscheinen, dass man sich da als Ausbildungsanbieter die Freiheit und Entscheidungsbefugnis herausnimmt, zu urteilen, wen man überhaupt zur Ausbildung zulässt und wen nicht.
Ein Trainer oder eine Trainerin muss Vorbild für die teilnehmenden Personen sein. Immer. Jeden verdammten Tag. Ob mit Regelbeschwerden oder kalten Füßen, privaten Problemen oder Geldsorgen. Ganz egal. Das hat die Kunden nicht zu interessieren. Ein Trainer muss bereit sein 150% zu geben. Immer.
Sind die Grundvoraussetzungen nicht gegeben, so bringen 2 Tage Ausbildung auch nix.
Erkenntnis: Ich bin zu blöd zum Lernen
Nun gut, wir sprechen ja nicht von 2 Tagen sondern von 3 bzw. 4 Tagen. Und das pro Level.
Ich frage mich ernsthaft wie man binnen 2 Tagen, 16 Zeitstunden (inkl. Prüfung), knapp unter 100 Figuren für Anfänger UND Fortgeschrittene lernen und dabei noch die theoretischen Grundlagen der Studioreinrichtung, der Anatomie, des Class-Managements, die richtige Hilfestellung, Kombinationen und Transitions, Warm-up, Cool-Down etc. aufnehmen können soll? Irgendetwas muss ich grundlegend falsch machen, denn ich kann weder selbst so schnell lernen, noch so schnell lehren und 40 Figuren an einem Tag, das schaffe ich auch nicht. Weder diese selbst zu machen, noch zu erklären, wie jemand anderes diese unterrichten können sollte....
Doppelt so lang - doppelt so teuer
Wer billig kauft, kauft doppelt. Leider ist diese Erkenntnis auf den Ausbildungsbereich für Trainer nicht ganz anzuwenden. Hier gilt: Hauptsache ein Blatt Papier, welches mir sagt, dass ich Trainer, Professor, Experte, Allwissender oder sonst was bin. Unsere Trainerausbildungen sind doppelt so lang und doppelt so teuer - shame on me!
Skrupellos
Wenn ich so skrupellos wäre, dann würde ich es gleich anders machen: Ein Blatt Papier für 500€, anwesend müsst ihr gar nicht mehr sein.
Nee, geht leider nicht und vorher wollen wir auch wissen, ob ihr Euch schon mal mit der Materie auseinandergesetzt habt. Die einen nennen es arrogant, die anderen nennen es Verantwortungsbewusstsein.
Werbung
www.crazy-sports-augsburg.com/trainerausbildung
www.crazy-sports-augsburg.com/trainerausbildung
Kaffee
Diese Gedanken mussten erstmal zu Papier gebracht werden, VOR dem Kaffee.
Wer also Tippfehler findet, der darf sie behalten oder mich darauf hinweisen. Guten Morgen.
Dienstag, 30. Mai 2017
Events – Ereignisse und wie sie uns beeinflussen....
Dieser Beitrag gehört
in die Kategorie: „Entspricht nicht den Wünschen der anderen Seite, ist aber
schon geschrieben.“ – also landet der Artikel jetzt im Blog.
Events:
Heutzutage ist ja
schon ein Kindergeburtstag ein Event. Irgendwie scheint überall die
Aufforderung inne zu liegen „Man amüsiere mich und zerstreue mich.“ Und wenn
man da mithalten möchte, dann muss man ganz schön was bieten, sei es wenn man
als Show-Act für ein Event angefragt wird, oder aber auch wenn man selbst ein
Event organisieren will.
Es kommt nicht darauf an, was Dir passiert – es kommt
darauf an, was Du daraus machst
Event ist neudeutsch (also
Englisch) und bedeutet eigentlich nur Ereignis. Ein Ereignis ist für uns schon
jedes Training, jeder Workshop, jedes Tanzen mit oder ohne Choreographie. Wir
hängen dem Sport an und nach, weil er uns begeistert, weil er das Highlight der
Woche oder des Tages darstellt, weil er ein Ereignis darstellt. Manche
Ereignisse verlaufen genauso, wie wir sie uns vorgestellt haben (tolle
Trainingseinheiten mit guten Grip und einer Liste von Figuren, die alle
geklappt haben), manche Ereignisse laufen überhaupt nicht so, wie wir uns das
erträumt haben. Der „return of investment“ lässt dann sehr zu wünschen übrig.
Im Training kennen wir das. Figuren, die schon mal geklappt haben und genau
heute überhaupt nicht gehen wollen. Kraftlosigkeit, kein Grip. Oder wir gehen
zu einem Workshop und sind hinterher enttäuscht, weil wir nicht das bekommen
haben, was wir uns vorgestellt haben.
Die Vorstellungen leiten uns,
auch wenn wir sie uns nur selten bewusst machen. Die Wünsche und Hoffnungen –
ob realistisch oder unrealistisch - malen in unserem Vorbewusstsein ein Bild
dessen, was wir von einem Event erwarten. Werden die Erwartungen nicht erfüllt,
sind wir enttäuscht. Und nicht immer gehen wir den nächsten Schritt uns zu
fragen, ob es am Event oder an unseren Vorstellungen gelegen hat.
Sehr häufig ist es eine
Mixtur von beiden Punkten, manchmal aber auch schlicht
Verantwortungsverschiebung. Wie die Person, die in ein Restaurant mit dem Namen
„Schlachthof“ geht und sich über die mangelnde Auswahl veganer Speisen
beschwert.
Aber wir können unsere
Enttäuschungen betrachten, wir können wachsen, wir können Ehrgeiz entwickeln.
Wenn wir beispielsweise nach einem Trainings-Event nicht nur sauer sind, weil
nichts geklappt hat, sondern analysieren, woran es gelegen haben kann. Wenn man
sich einbildet, nach 5 Stunden kraftraubendem Training am Vortag am nächsten
Tag das Iron-X besonders schön und lange halten zu können, dann liegt das weder
am Trainer, noch am Studio, noch am Wetter wenn es nicht klappt.
Und so ist das auch mit
Events. Wenn man selbst nicht bereit ist, abzuschalten und sich dem Event
hinzugeben, dann kann sich ein Veranstalter mit dem besten Showprogramm noch so
ins Zeug legen, wir werden es nicht genießen können. Auf der anderen Seite sind
wir, wenn wir als Showact gebucht werden, auch nicht dafür verantwortlich, die
Stimmung eines ganzen Events „rumzureißen“.
Nettes Beiwerk
Als Poletänzer kennt man die
Anfragen, ein Event als nettes Beiwerk zu schmücken. Der Veranstalter möchte die
Gäste begeistern, ihnen eine Show bieten, die den Atem stocken lässt. Meist
möchte der Veranstalter eine Auflockerung des Abendprogramms, eine
faszinierende Show, die den Gästen Gänsehaut bereiten soll, ein nettes Beiwerk
zum eigentlichen Hauptevent. Man dürfe auch gerne Flyer auslegen, man würde ja
so auf sich aufmerksam machen können. Die Show müsse auch nicht allzu lang
sein, 30 Minuten würden vollkommen ausreichen...
Nicht selten reduzieren wir
zunächst die Zeit und sagen dann „ja“, weil wir es lieben zu tanzen, weil in
denen, die sich auf eine Bühne stellen immer eine kleine Rampensau versteckt
ist, weil wir (teilweise vielleicht sogar missionarisch) darstellen möchten,
was Pole Dance (wirklich) ist, weil wir damit eine neue Zielgruppe erreichen,
weil wir andere Gründe finden.
Prinzipiell ist es toll, dass
wir uns alle so oft so schnell breitschlagen lassen, das Event einer anderen
Person (für lau) zu pimpen. Würden wir nicht lieben, was wir tun, dann hätten
wir für derartige Anfragen nur ein müdes Lächeln übrig.
Was uns also dazu treibt, bei
Events als Showact dabei sein zu wollen, ist die Leidenschaft, mit der wir
unseren Sport betreiben (gemixt mit einer guten Portion
Selbstdarstellungsneigung).
Wenn wir erwarten, dass uns
dann die uneingeschränkte Aufmerksamkeit gilt, können wir mitunter schon
enttäuscht werden. Wenn wir erwarten, dass nach unserem Showauftritt alle Gäste
Poledance lernen wollen, auch.
Wenn wir uns freuen, dass uns
jemand auf der Bühne haben will und meint, das könnte eine Bereicherung für
sein Event sein, wenn wir vielleicht sogar das Outfit und die Musik
mitbestimmen können und uns für einen Auftritt nicht kaputt machen, dann können
wir selbst das Event genießen.
Menschen begeistern
Events sind Ereignisse, die
Menschen begeistern sollen. Das Firmenjubiläum darf hier ebenso genannt werden
wie die goldene Hochzeit der Verwandtschaft, die Taufe eines Säuglings, das
Polecamp oder ein Poledancewettkampf oder Showabend. Auf der einen Seite stehen
Menschen, die an das glauben, was sie ausrichten, die jemandem etwas bieten
wollen, die ihre eigene Begeisterung mit jemanden teilen möchten und auf der
anderen Seite stehen die Konsumenten.
Wir konsumieren Ereignisse.
Geschuldet der Überflussgesellschaft stellt aber selten die Aussicht auf ein
gutes Essen mit 3 Gängen schon allein das Highlight der letzten Monate dar.
Übertragen auf den
Polebereich können wir Parallelen zu dieser Entwicklung finden. Ein Wettkampf
jagt den nächsten, man könnte mittlerweile fast das ganze Jahr Urlaub in
diversen Polecamps machen, Workshops mit hochkarätigen Pole-Größen gibt es auch
zu Hauf an jedem Wochenende.
Man wird schon fast
gezwungen, etwas noch Ausgefalleneres zu bieten, wenn man sich im Wirrwarr der
ganzen Angebote einen bleibenden Namen machen will. Den gewählten Methoden sind
dabei fast keine Grenzen gesetzt:
· Einfach teurer machen, denn was teuer ist, ist immer
gut.
· Keine Jugendherberge für das Polecamp wählen, sondern
ein 5 Sterne Hotel.
· Beim Showauftritt die Kostüme noch ein wenig knapper
werden lassen bzw. die High Heels noch ein wenig höher.
· Die Liste der Tricks, die in einem Workshop gelehrt
werden, noch halsbrecherischer aussehen lassen...
· Höher, schneller, weiter...
Stimmungen planen
Vordergründig nachvollziehbar
und nicht selten von Erfolg gekrönt. Sich aus diesem Sog zu befreien ist nicht
leicht. Wer heute schon einmal einen „normalen“ Kindergeburtstag ausgerichtet
hat, mit Topfschlagen als Spiel und Würstchen mit Pommes zum Essen, der weiß,
was ich meine.
Wie kann man denn
garantieren, dass es den Konsumenten gefallen wird? Wie kann man sicherstellen,
dass das Event zum positiven Marketingmagnet wird? Wie stellt man sicher, dass
es im Nachgang nur gute Mundpropaganda geben wird? Wie berechnet man für sich
den „return of investment“?
Ein Event lebt von beiden
Seiten. Nur, wenn man daran denkt, wie es der anderen Seite gehen könnte, wie
sie es empfinden könnten (die Konsumenten, die Gäste, die Teilnehmer selbst,
die Showacts, alle Personen, die eben NICHT Ausrichter sind), kann man
versuchen, Stimmungen abzuschätzen.
Stimmungen planen wird nicht
funktionieren.
Everybodys Darling
Aber wir wollen es doch jedem
recht machen. Ob nun als Showact bei einer Firmenfeier, als Ausrichter eines
Polecamps, als Familie, die die Taufe ihres Nachkömmlings ausrichtet, als
Firmeninhaber, der voller Stolz mit Kunden und Mitarbeitern sein Jubiläum
feiert, als Studiobesitzer, der mit Pole-Größen Workshops organisiert oder als
Eventmanager.
Keiner soll ein schlechtes
Wort verlieren. Alle sollen sich wohl fühlen. Jeder soll sich gut betreut
fühlen, die Gäste und alle Mitwirkenden sollen fühlen und spüren, dass man
weiß, dass ein gutes Event auch an der Stimmung aller anderen festgemacht
werden wird.
Man wird es nicht schaffen.
Hierzu ein paar kleine Anekdoten vom CrazyPole Battle:
· Da fragt im Vorfeld die Reporterin einer Zeitung, ob
man den Tänzern und Tänzerinnen nicht per Saalansage mitteilen könne, dass sie
in ihrer Performance doch mal stillhalten können, weil sie sonst so schlecht Fotos
machen könne.
· Da bemängelt eine Zuschauerin, dass die Damen keine
Blumen bekommen hätten (wir hatten noch daran gedacht, aber Blumen sind nur
sehr schwer heil nach Hause zu bekommen, immerhin hatten ja doch viele
Wettkampfteilnehmer einen nicht unerheblichen Heimweg vor sich.)
· Da ist einer Person, der ergatterte Parkplatz nicht
nah genug.
· Da dauert es den Leuten zu lange, bis sie was zu essen
bekommen.
· Da mögen einige weder Bananen noch Äpfel und trinken
auch kein Wasser (mehr hatten wir für die Teilnehmer nicht kostenlos zur
Verfügung gestellt).
· u.v.m.
Große Ereignisse werfen ihre Magenschmerzen voraus
Den letzten rotierenden
Arbeitsmodus in dieser Art hatte ich, als wir das Buch „Poledance Passion“
fertigstellt haben, dann wieder vor Eröffnung meines eigenen Studios und jetzt
wieder beim Battle. Schlaf wird generell überwertet. Listen kann man nie genug
schreiben und das nächtliche Hochschrecken mit dem panikartigen Gedanken, dass
man etwas unheimlich Wichtiges vergessen hätte, wird zur Gewohnheit. Das geht
nicht lange gut und ist bestimmt auch kein gesunder Arbeitsmodus.
Und so kam, was kommen
musste: Das Lampenfieber, welches sich bei mir immer mit Übelkeit und
Magenkrämpfen bemerkbar macht, war eben schon ca. 1,5 Wochen vorher permanent
da.
Die Symbiose aus Bühne, Backstage und Publikum
Bei Events ist es immer
wichtig, dass der Veranstalter nie aus den Augen verliert, dass er zwar für den
Rahmen verantwortlich ist, aber dass die Stimmung von den Personen auf der
Bühne nicht unerheblich mitgestaltet wird, dass Backstage alles reibungslos
laufen muss und dass das Publikum eine wahnsinnig machtvolle Position hat.
Fehlt es, dann kann alles noch so gut vorbereitet sein, dann kann sich der
Veranstalter auf den Kopf stelle und mit den Füßen wackeln (okay – bei einer
Pole-Veranstaltung passiert das ja vielleicht tatsächlich), aber dann nutzt
auch die Liste Nummer 593 und die beste Vorbereitung nichts.
Once again please
Jack Welch bezeichnete sich
einmal selbst als bester Manager der Welt. Als man ihn fragte, was denn das
Wichtigste bzw. mit das Wichtigste an seinem Beruf wäre, meinte er nur:
„Standing in front of the crowds, repeating yourself over and over all the
times.“
Nun, abgesehen davon, dass
ich mich nie als Beste in irgend etwas bezeichnen würde, hat man mit einem
Event schon mal kurzfristig den Job eines Eventmanagers und ein wenig muss ich
Jack Welch schon Recht geben. Immer und immer wieder beantwortet man die
gleichen Fragen. Sogar wenn die anderen Fragesteller sich neben der Person
befinden, die gerade im Moment die absolut gleiche Frage gestellt hat und auch
beantwortet bekommen hat, heißt das noch lange nicht, dass man nicht im
nächsten Moment die gleiche Frage nochmals beantworten muss.
Geduld und Ruhe
Und es ist manchmal eine
wirkliche Geduldslehrstunde. Jeder stellt für sich die Frage ja nur einmal. Die
Aufregung führt dazu, dass man nicht mehr so gut zuhört und man hat es
vielleicht wirklich nicht mitbekommen, dass die Frage schon 3 mal beantwortet
wurde.
Ich bin – zumindest hat mir das
meine Mutter immer vorgeworfen – ein ungeduldiger Mensch. Schlechte Karten für
den Job eines Event-Managers. Geduld, Ruhe, ein Lächeln, immer für jeden da
sein. Das ist wirklich eine Herausforderung, die einen so fesselt, dass ich es
beispielsweise am Tag der Veranstaltung in 12 Stunden nicht einmal zur Toilette
geschafft habe...
Man versucht an alles zu
denken, für alle da zu sein, es jedem Recht zu machen, in dem Wissen, dass es
nicht funktionieren wird und man versucht es dennoch. Doch überall gleichzeitig
kann man nicht sein. Die Jury möchte betreut werden, die Showacts, die
Sponsoren, die VIP-Gäste (oder solche, die sich dafür halten) und natürlich die
Teilnehmer, deren Nerven ja auch schnell blank liegen.
Das geht auf keinen Fall
alleine und ein gutes Team ist unheimlich wichtig. Die Personen, die im
Hintergrund agieren, die man vielleicht auf der Bühne überhaupt nicht zu
Gesicht bekommt, die tragen ein Event immer mit.
Und das gilt für jedes Event.
Ohne Mitarbeiter und ein tolles Team könnte es kein Firmenjubiläum geben, ohne
Eltern, die vorbereiten, die Kindern zum Event fahren etc., keinen
Kindergeburtstag. Die Helfer repräsentieren das Event in einem Maße, welches
man nie unterschätzen darf.
Und dann noch die eigenen Fehler...
Es gab am Tag des Events
tatsächlich einen Moment, wo ich im Erdboden hätte versinken wollen. Klar, man
verspricht sich auf der Bühne, die Nase fängt an zu laufen, ein Hustenreiz
kitzelt, man hat das Gefühl, jetzt fliegen einem dann gleich sämtliche
Moderationskarten aus der Hand. Das ist normal, damit kann man umgehen.
Wenn man aber bei der
wohlgemeinten Danksagung, dann dem Freund der Tochter einen falschen Namen
gibt, bzw. die Personen verwechselt, auf der Bühne, mit Mikro – dann ist das
wirklich peinlich.
Denn die Familie, die die
Planung über 1 Jahr mitgetragen hat, hat die eigenen Fehler am wenigsten
verdient.
Ein Event ist ein Ereignis.
Ereignisse kann man nur zum Teil planen. Sehen wir die schönen Momente, suchen
wir nicht die Fehler an uns und anderen und lernen wir doch einfach, jeden Tag
als ein Ereignis, welches nie wiederkommen wird, zu schätzen...
Donnerstag, 18. Mai 2017
Acrobatic Therapy – Was ist das?
Wenn
Körper und Seele im Einklang sind, agiert man souverän. Ohne seelische bzw.
körperliche Blockaden hat man keine Schwierigkeiten, seine Wünsche zu
formulieren, sich durchzusetzen und Gehör zu verschaffen und mit dem richtigen
Auftreten zu überzeugen. Im Zuge des stets wachsenden Leistungsdrucks fällt das
allerdings nicht leicht. Dabei wirken sich seelische Belastungen auf den Körper
aus und körperliche Beschwerden und Wehwehchen hemmen unsere geistige
Leistungsfähigkeit.
Ein
Coaching, welches Körper und Seele gleichermaßen stärkt, wirkt dabei
ganzheitlich.
Acrobatic
Therapy by Rebel-Management-Training
Rebel-Management-Training wurde im Jahr
2000 von Nadine Rebel gegründet. Sie studierte Soziologie, Psychologie und
Pädagogik, spezialisierte sich auf die Erwachsenenbildung und kümmert sich in
ihrem Unternehmen um den Außenauftritt von Firmen und Einzelpersonen.
Als zudem ausgebildete Trainerin im
Sportbereich und des Gesundheitsmanagements und Leiterin von CrazyPole Augsburg
verfolgte sie stets die Auswirkungen vom Körper auf die Seele und umgekehrt.
Das
gesunde Gleichgewicht
Das heutige Berufs- und Privatleben ist
geprägt von Anforderungen, die Rollenvielfalt die eine Person an den Tag legen
muss, wird allem Anschein nach immer ausgeprägter und breitgefächerter. Die
gesunde Mischung besteht allerdings dann, wenn Kontrolle und Loslassen, An- und
Entspannung, Selbst- und Fremdvertrauen sich die Waage halten.
Genau diese Punkte werden mittels der
Acrobatic Therapy bearbeitet und gestärkt.
Immer nur so weit, wie es der Kunde
wünscht.
Erlebniscoaching
Wissen muss erlebbar sein, damit man es
anwenden kann. Auch im Coaching nützen die besten gemeinsam mit dem Kunden
entwickelten Strategien nur wenig, wenn der Kunde deren Wirkung nicht erlebt.
Das Wort „Erlebniscoaching“ bezieht
sich dabei auf die Besonderheiten der Coachingform „Acrobatic Therapy“. Wenn
ein Klient im Coaching selbst erleben kann, was mit den Tipps und Tricks, den
Ausführungen des Coaches gemeint ist, dann wird Wissen lebendig. Dann steigt
die Motivation, dieses erlebte Wissen auch auf andere Bereiche des Lebens zu
übertragen und dort anwenden zu können.
Ganzheitlich
agieren
Körper und Geist werden gleichermaßen
betrachtet und beide Bestandteile als absolut gleichwertig angesehen. Zunächst
wird in einem Gespräch ermittelt, was der Klient vom Coaching erwartet. Die
Zielsetzungen können hier vielfältig sein:
·
Konfliktmanagement
·
verbessertes Selbstvertrauen
·
überzeugenderes Auftreten
·
Verbesserung der Körpersprache
·
Angstminimierung
·
die Vorbereitung auf öffentliche
Auftritte
·
Umgang mit gefühlten persönlichen
Unzulänglichkeiten
·
u.v.m.
Körperlich
erleben, was einen geistig beeinflusst
Nach der fundierten Ist-Stand-Analyse
und des Absteckens der persönlichen Ziele, geht es dann ans körperliche
Erleben. Mittels bestimmter Körperübungen und Ausflüge in Teile der Akrobatik,
erlebt der Klient selbst, wie der Körper die Seele beeinflusst, wie die Seele
den Körper hemmen oder motivieren kann.
Das Ende einer Einheit bildet die
Bearbeitung des Erlebten und der Erstellung einer persönlichen To-Do-Liste bis
zum nächsten Coaching.
Bodyfeedback
Nadine Rebel ist unter anderem auch
Autorin der Bücher „Fit for work für Frauen“ und „Work Life Balance für freche
Frauen“ – setzt sich also schon lange mit derartigen Themen auseinander. Im
Buch „Fit for work“ wird dabei eingehend der Zusammenhang und die gegenseitige
Beeinflussung von Denken und Handeln, von Körper und Seele, von geistigem und
körperlichem Erleben beschrieben. Auch im Buch „Poledance Passion“, welches von
Nadine Rebel geschrieben wurde, findet sich die Verbindung von Körper und Seele
beschrieben. Hier liegen auch die Ursprünge der „Acrobatic Therapy“.
Je höher die Ansprüche, die eine
Sportart nicht nur an die körperlichen Voraussetzungen, sondern auch an den
Geist und die Seele stellt, umso deutlicher kann man selbst spüren und erleben,
wie stark sich diese beiden Spieler gegenseitig beeinflussen.
Angelehnt an akrobatische
Grundtendenzen arbeitet man in der Acrobatic Therapy mit verschiedensten
natürlichen Ängsten und dem Umgang mit diesen. Angst, den Boden unter den Füßen
zu verlieren, Angst vor Verletzungen, Angst vor dem Fallen, zu wenig Vertrauen
in die eigenen Kräfte, Angst vor Fehlern.
Die
Ängste sind gleich
Steckt man beruflich oder privat zurück
oder hat man das Gefühl nicht vorankommen zu können, sind es häufig die
gleichen Denkmuster, die uns beeinflussen. Die oben genannten Ängste lassen
sich eins zu eins übertragen und hemmen uns.
Die reine Erklärung, dass derartige
Ängste unsinnig und oftmals einfach unbegründet sind, hilft dabei nicht weiter.
Ein Coach, der dies seinem Klienten mitteilt, macht sich selten beliebt.
Entweder man kann es in den Augen des
Klienten lesen oder aber er/ sie spricht es aus, dass sie/ er selbst wissen
würde, dass die Ängste unsinnig wären. Allein das Wissen lässt diese Hemmschuhe
nicht verschwinden.
Was
wird trainiert?
Zunächst wird mittels eines
Eingangscoachings in einem Gespräch festgestellt, welche gedanklichen Tendenzen
den Kunden oder die Kundin beeinflussen. Geht es um Fragen der Kontrolle oder
des Loslassens, der Fremd- oder Selbstbestimmtheit, der Zielsetzung, der
Balance? Sind die Baustellen geklärt, geht es ans Erleben.
Womit
wird trainiert?
Der eigene Körper stellt hierbei das
beste Trainingsgerät dar. Wenn es der Kunde wünscht, wird aber auch mittels des
Aerial Hoops und der Pole trainiert. Dabei sind die Körperübungen natürlich
nicht mit den Elementen aus klassischen Pole- oder Hoop-Kursen zu vergleichen.
Kompetenzbündelung
Durch die Kompetenzbündelung von
fachlichem Wissen im soziologisch-psychologischen Bereich und dem Wissen
Didaktik und sportlichem Training wird hier ein besonderer Coachingerfolg
möglich.
Die über 17jährige Erfahrung als Coach
und Unternehmensberaterin und die über 15jährige Erfahrung als Trainerin für
den Sportbereich sprechen für sich.
Keine
Höchstleistungen gefordert
Wer von sich selbst denkt, dass „Sport
Mord“ sei und dass deswegen diese Form von Coaching gar nicht funktionieren
kann, darf beruhigt sein. Weder sind sportliche Höchstleistungen gefragt, noch
muss der Klient tatsächlich über akrobatische Fähigkeiten verfügen. Einfach
Methoden ermöglichen den Brückenschlag vom körperlichen Erleben zur geistigen
Lösungsfindung.
Weitere
Informationen
Weitere Informationen zum Thema findet
man unter
Sonntag, 14. Mai 2017
Herzlich Willkommen!
![]() |
| Foto: Jürgen Menter |
als Autorin (Bücher: "Fit for work für Frauen" - "Work-Life-Balance für freche Frauen" - "Poledance Passion" - "Themenbrief Mitarbeiterführung"....) juckt es immer mal wieder in den Fingern und Sinniges, Unsinniges, Philosophisches und (mehr oder weniger) wirre Gedanken wollen zu Papier gebracht werden.
Viele dieser geistigen Ergüsse findet ihr in diversen sport- und polespezifischen Magazinen (Shape up, Pole Art Magazine etc.). Einiges passt da nicht hin, landet auf den Seiten von Rebel-Management-Training oder wird zu "Papier" gebracht und versumpft.
Eure lieben Feedbacks waren der Auslöser für diesen Blog.
Gerne dürft ihr mir Themenvorschläge senden, wenn Euch dazu meine bescheidene Meinung interessiert.
Ich freue mich drauf.
Liebe Grüße
Eure Nadine
Abonnieren
Kommentare (Atom)





