Realistische Motivation 
Keep on moving - Egal auf welchem Level man gerade ist! 

 „Aber die anderen!“ – Die anderen sind besser, die anderen sind beweglicher, die anderen sind schöner und ich bin schlecht. Wir alle benötigen Anreize und Ziele, es kommt aber immer darauf an, wo man seine Ziele sieht und wie man sich die Ziele setzt. Ziele werden heute auch durch soziale Netzwerke und Fotos und Videos, die in diesen veröffentlicht werden, gesetzt. Sind das dann noch die eigenen Ziele? Und vor allem: Sind es realistische Ziele? 

Blickrichtungen 
Wir können nicht in die Zukunft sehen und das ist auch ganz gut so. 
In Ermangelung des Wissens um das, was da noch kommt, legen wir häufig den Blick auf die Vergangenheit. Auch das kann gut sein, es kann uns aber auch ziemlich frustrieren. Die oben stehende Grafik verdeutlicht, wie sich Training häufig gestaltet. Wir beginnen (meist am Anfang!) und lernen neue Dinge. Es geht mit der Zeit vorwärts und wir freuen uns über unsere Fortschritte und versehen diese in unserem Kopf mit einem grünen Haken. Leider folgt auf ein Hoch (hier mit „Fortschritt“, oder „Glücksgefühl“, oder „Freude“, oder „nail the move“ bezeichnet) naturgemäß meist auch ein Tief („Rückschlag“, „Frust“, „eine Verletzung“, „Zeitmangel“). 

In diesem Tiefs geht nicht nur scheinbar nichts mehr vorwärts, nein, oftmals haben wir sogar das Gefühl schlechter zu sein als noch ein paar Wochen/Tage vorher und uns zurück zu entwickeln. Wehmütig gucken wir zurück zum letzten „Hoch“ (Blickrichtung blau!) und fühlen uns auch noch bestätigt! „Ich war schon mal besser!“ – „Es geht nicht vorwärts, sondern rückwärts!“ – „Das hat ja wohl alles keinen Sinn!“. Wenn wir dieses Tief überwinden, dann geht es auch (fast ebenso naturgemäß) wieder aufwärts. Leider wiederholt sich das oben beschriebene Szenario nach (kurzer) Zeit erneut. Jetzt stellt sich die Frage, wie frustrationstolerant wir sind? Wen machen wir für unsere (kurzfristige) Stagnation verantwortlich? 

Natürliche Entwicklung oder geringe Frustrationstoleranz?
Sehen wir es als Bestandteil einer natürlichen Entwicklung oder werden wir die Flinte ins Korn, suchen die Schuld beim Trainer und dem Rest der Trainingsgruppe (die ja immer ALLE besser sind)? Wahres Training ist wie eine Ehe: In guten wie in schlechten Zeiten, mit dem Glauben daran, dass es auch wieder besser wird.

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